Deutsche Spuren entlang der Donau - reisen, begegnen, erleben
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Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg steht hier stellvertretend für andere Regionen, die mit der Geschichte der Donauschwaben verknüpft sind.

Zum einen betrifft dies die Auswanderung im 18. Jahrhundert. Neben den Subregionen im heutigen Baden-Württemberg – wie etwa die Schwäbische Alb, der Schwarzwald oder Oberschwaben – gehörten die Pfalz, das Saarland, Gebiete in Hessen, Bayern, Österreich, auch das Elsass und Lothringen zu den typischen Auswanderungsregionen. Gründe für die Auswanderung vor 300 Jahren waren unzureichende Lebensverhältnisse oder Perspektiven, etwa wenn durch die Erbteilung der Grundbesitz in so kleine Parzellen zersplittert wurde, dass er für die Ernährung einer Familie nicht ausreichte. Auf dieser Website stehen die Gemeinden Görwihl, Dietelhofen und Bad Wurzach als Beispiele für Auswanderungsorte. Manchmal waren es nur Einzelpersonen oder einzelne Familien, die aus einer deutschen Gemeinde nach Ungarn ausgewandert sind, manchmal aber auch ganze Auswanderungsgruppen. Die Schiffsreise auf der Donau begann für die Kolonisten meist in Ulm. Deshalb hat Ulm eine besondere Bedeutung für die Donauschwaben.

Neben der Auswanderung haben viele Ortschaften in Baden-Württemberg eine weitere Verbindung zu den Donauschwaben. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Deutschen aus Ungarn und Jugoslawien zwangsweise ihre Heimat für immer verlassen. Durch Flucht, Vertreibung und Deportation kamen viele von ihnen nach Südwestdeutschland. Jeder fünfte Einwohner in Baden-Württemberg ist heute selbst Vertriebener oder stammt aus einer Vertriebenenfamilie. Im Jahr 1954 hat das Land Baden-Württemberg die Patenschaft für die Donauschwaben aus Ungarn, Rumänien und Jugoslawien übernommen.

In manchen Ortschaften haben „Flüchtlinge oder Vertriebene“ – so die Bezeichnung der Zuwanderer in den 1950er und 1960er Jahren – die Zusammensetzung und das Zusammenleben stark geprägt. Zum Beispiel die Stadt Backnang oder Bad Schönborn, wo die Donauschwaben in Vereinen, bei Festen und in eigenen Museen bis heute präsent sind.


Das Ungarndeutsche Heimatmuseum in der Burgermühle.



Die Kirchturmspitze von St. Nepomuk aus Parabutsch, um 1910.