Deutsche Spuren entlang der Donau - reisen, begegnen, erleben
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Die Stadt Sombor (deutsch Sombor, ungarisch Zombor) wird 1360 zum ersten Mal erwähnt. Im 15. Jahrhundert wurde die Stadt von der Familie Cobor durch Pfahlzäune und Mauern befestigt. 1541 eroberten Osmanen die Siedlung. 

Der osmanische Schriftsteller und Reisende Evliya Çelebi beschrieb Sombor als eine große, von einem Wall umgebene Ansiedlung. Aus der Zeit der türkischen Herrschaft stammt höchstwahrscheinlich das „Paschaturm“ (Pašina kula) genannte Gebäude, in dem sich heute ein Teil des Stadtarchivs befindet. Die Osmanen verließen Sombor im Jahr 1687.

1702 wurde Sombor zu einem Militärstädtchen. 1749 erhielt die Stadt den Status einer königlichen Freistadt und wurde zum Verwaltungszentrum der Kolonisation der Batschka. 

Das zentrale architektonische Symbol der Stadt ist das Alte Rathaus.Auf den Grundmauern des Kastells des Grafen Jovan Branković wurde dieses Rathaus 1842 im Stile des Neoklassizismus errichtet. Im Gebäude war die Stadtverwaltung und Beamtenschaft untergebracht. Im festlichen Saal fanden die Sitzungen des städtischen Magistrats statt, im Erdgeschoss befanden sich Geschäfte.

Im wunderschönen Park mit Eiben, Zürgelbäumen und Platanen steht das monumentale Gebäude des Komitats. Das eklektische Gebäude wurde vom Architekten Gyula Pártos aus Apatin entworfen. Dieses außerordentliche Bauwerk beherbergt das Ölgemälde: „Die Schlacht bei Zenta 1697“. Der deutsche Maler Franz Eisenhut, der in Bačka Palanka lebte, schuf das Werk 1896 anlässlich der Feier zum tausendjährigen Jubiläum der Ansiedlung der Ungarn. 

Auch die Paläste der reichen deutschen Familien aus der Umgebung sind erwähnenswert. Eines der repräsentativsten Gebäude ist das Haus der Familie Fernbach von Apatin. Hier ist heute das Städtische Museum untergebracht. Auf der Straße nach Apatin befindet sich eine repräsentative Villa der Familie Hermannsdorf, die im Stile eines mittelalterlichen Schlosses gebaut wurde. Die Hauptstraßen von Sombor werden von repräsentativen Geschäfts- und Wohngebäuden geprägt. Darunter sticht der „Semze Palast“ hervor. Er wurde von der deutschen Familie Eigler erbaut, die von Prigrevica nach Sombor gekommen war. Darin ist neben Wandmalerei auch eines der schönsten, aus Glasmosaiken bestehende Vitrage-Fenster in einem profanen Gebäude der Stadt zu finden. 

Zeugnisse der jüngeren Geschichte sind die Hinrichtungsstätten, in denen in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg Deutsche getötet wurden. Einer dieser Orte ist der Kronić Palast, der 1906 im eklektischen Stile errichtet wurde und heute eines der schönsten Gebäude von Sombor ist. Hier wurden im Dezember 1944 über 800 Menschen getötet. 

 

Das Rathaus um die Jahrhundertwende.


Der Park des Komitatsgebäudes.


Der Kronić Palast.