Deutsche Spuren entlang der Donau - reisen, begegnen, erleben
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Vrbas/Werbass liegt inmitten der Batschka und wurde erstmals im Jahre 1387 schriftlich erwähnt. Nach der türkischen Herrschaft begann im 18. Jahrhundert die Wiederbesiedelung und es entstand eine multiethnische Gemeinde, in der sich neben Serben auch zahlreiche Deutsche, Ungarn und Ruthenen ansiedelten.

Durch die Errichtung des großen Batschka Kanals und die Eröffnung der Eisenbahnlinie Budapest–Zemun wurden Voraussetzungen für eine schnelle wirtschaftliche Entwicklung der Stadt geschaffen. So entwickelte sich Werbass im 19. Jahrhundert zu einem Industrie-, Handwerks- und Handelszentrum. In diesem Zeitraum wurden auch neue Grundschulen, eine Handwerksschule und ein Gymnasium eröffnet.

Mit der josephinischen Ansiedlungsperiode gründeten die protestantischen Kolonisten unter anderem Novi Vrbas/Neu-Werbass. Die Siedlung bewohnten vorwiegend Deutsche, die sich Mitte des 18. Jahrhunderts aus der Pfalz, Württemberg, Hessen, dem Elsass und dem Saarland hier angesiedelt hatten. Zu dieser Zeit umfasste Neu-Werbass 252 deutsche Haushalte, die überwiegend der protestantischen Glaubensrichtung angehörten.

Die ersten deutschen Mittelschulen wurden 1918 gegründet, zuerst im Rahmen der Kirche, als evangelisches Gymnasium des Seniorenrats (1918-1920) und danach als staatliches Realgymnasium. Zwischen den zwei Weltkriegen wurde Werbass zu einer einzigartigen Lehrerbildungsanstalt, die die Gemeinde zu einem Identifikationsort für die Donauschwaben machte.

Die deutsche Bevölkerung errichtete in der Ortschaft ein Denkmal zur Erinnerung an die Kolonisation der Gebiete der heutigen Vojvodina. Neben dem bedeutenden deutschen Bürgertum lebte und schuf in Werbass auch der bekannte deutsche Künstler Josef Pechan (1875-1922), der zu einem wichtigen Vertreter der modernen Malerei in der Region wurde.

LINKS: Kirche von Werbass

RECHTS: Das Stadtleben in Werbass.



Gedenkstätte in Werbass.