Deutsche Spuren entlang der Donau - reisen, begegnen, erleben
  • Werschetz,_Blick_auf_Werschetz.jpg
  • Werschetz,Rathaus.jpg
Visitor counter, Heat Map, Conversion tracking, Search Rank

Vršac/Werschetz wird 1427 erstmals in einem Schreiben des ungarischen Königs Sigismund als Podvršan erwähnt. Die Osmanen eroberten die Stadt im Jahr 1552 und hielten sie bis zu ihrer Vertreibung durch Eugen von Savoyen Anfang des 18. Jahrhunderts. Die weitgehend entvölkerten Gebiete wurden 1717 mit deutschen Kolonisten neu besiedelt. Sie kamen vorwiegend aus dem heutigen Gebiet um die Mosel. Franzosen, Spanier und Italiener siedelten sich ebenfalls in der Region an. Werschetz wurde im Jahr 1718 Teil des Temescher Banats und Sitz des Werschetzer Distrikts.

Mit den neuen Kolonisten entstand neben Vršac eine neue Siedlung: das deutsche Werschetz, welches von einem «Schultheiß» verwaltet wurde. Diese beiden Siedlungen wurden mit Zustimmung des Hofes 1794 zu einer vereint, die abwechselnd von den Serben und Deutschen verwaltet wurde. 1790 gründete man dort das erste lateinische Gymnasium, und die Stadt wurde zu einem Bildungs- und Kulturzentren in diesem Teil des Banats.

Anfang des 19. Jahrhunderts erhielt die Stadt den Rang einer freien Handelsstadt mit einem starken Handwerkszentrum. Mit dem Bau des Eisenbahnnetzes 1857 und der Telegraphenstation entwickelte sich Werschetz zu einer blühenden Stadt.

Zu den bekannten Einwohnern von Werschetz gehörte der Historiker und Museologe Felix Milleker, der das ältesten Museums in der Vojvodina gründete und etliche Werke über die Geschichte des Banats und der Deutschen in dieser Region verfasste. Auch Robert Hammerstiel, ein Maler der Pop-Art, ist hier geboren.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Werschetz Teil des neugegründeten Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen und verlor als Grenzstadt seine Handelsgrundlage. Nach der Besetzung Jugoslawiens durch die deutsche Wehrmacht um 1941 trübten sich langsam die bis dahin harmonischen Beziehungen zwischen Deutschen und Serben in Werschetz.

Heute ist Werschetz mit einer Arzneimittelfabrik und seinem Weinanbau ein starkes wirtschaftliches Zentrum des serbischen Banats.


Das historisch-neue Eingangstor von Werschetz..



Die Stadtmitte von Werschetz.