Deutsche Spuren entlang der Donau - reisen, begegnen, erleben
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Es gibt nicht mehr viele schwäbische Ortschaften im Banat, in denen die Jugendlichen noch bei dem traditionellen Kirchweihfest mitwirken. In Sântana/Sanktanna ist das anders. Hier feiern die Jugendlichen das Kirchweihfest. Eigentlich gehört diese Tradition nicht zur Geschichte des Banater Berglandes. In der Region hielt man vorwiegend Narrenumzüge ab, die es heute nur noch in der Dognatschka gibt. Die Kirwafeste in den Dörfern des Banater Berglandes, wie Steierdorf, Wolfsberg und Weidenthal, wurden in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts aus der Banater Heide und Hecke importiert.

Bei dem Kirchweihfest tragen die Jungen einen Hut, der von „ihren“ Mädchen geschmückt wurde, die Mädchen haben aufwändige Flechtfrisuren und tragen traditionelle Kleider. Die stark gestärkten und fein plissierten Röcke der Kirchweihmädchen sind sehr schwer. Während der Zeremonie dürfen sie sich nicht setzten.

Zu dem traditionellen Kirchweihfest gehört auch ein Kirchweihstrauß, in Sanktanna sind es drei, die öffentlich versteigert werden. Der Erlös aus der Versteigerung kommt der Kirchweihgesellschaft zugute.

Von Ort zu Ort gab es Unterschiede in den Verläufen des Festes. Wie und wo der Kirchweihbaum aufgestellt wurde, das Vergraben einer Weinflasche und das Ausgraben der Flasche des letzten Jahres, das Fass, auf das die „Ersten Geldherrn“ bzw. „Vortänzer“ ihre Kirchweihsprüche aufsagen und die Versteigerung von Hut und Tüchl sowie des Kirchweihstraußes und vieles mehr wird von Dorf zu Dorf unterschiedlich gehandhabt.

In Sanktanna wird die Tradition des Festes hoch geschätzt und weitergegeben. Und die Gemeinderäte der Ortschaft sind stolz auf „ihre Deutschen“.


Die älteren Jungen des Dorfes vor der Kirche.